Für die Ausgabe 2011 des "Jahrbuchs
Unternehmenssicherheit" interessiert uns, welche Themen im kommenden
Jahr aus Ihrer Sicht besonders relevant sind.
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Eine moderne Industriegesellschaft zeichnet sich durch eine
hoch spezialisierte, arbeitsteilige und vernetzte Wirtschaft aus. Um
die Risiken einer kostenträchtigen Unterbrechung von
Produktion und Dienstleistungserstellung zu minimieren, sind
vielfältige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr notwendig.
In den Beiträgen dieses Jahrbuchs informieren die Autoren
– allesamt ausgewiesene Kenner der Branche –
seriös und kompetent über die aktuellen
Herausforderungen im Bereich der Unternehmenssicherheit. Dabei werden
Themen wie strategisches und operatives Sicherheitsmanagement,
Luftsicherheit, neue Sicherheitsprodukte und –märkte
sowie schwerpunktmäßig die Aus- und Fortbildung
behandelt.

Verantwortliche in Unternehmen sollten sich über standortbedingte oder betriebsspezifische Gefahren und Risiken im Klaren sein. Angemessene Sicherheits- und Vorsorgemaßnahmen und das Beachten von Sicherheitsvorschriften sind für alle Branchen wichtig, schützen Kunden, Mitarbeiter, Betriebsvermögen und Arbeitsplätze. Sicherheit ist zudem ein wichtiger Bestandteil moderner Unternehmensphilosophie. Das von Dr. Harald Olschock herausgegebene Jahrbuch »Unternehmenssicherheit 2010« beschreibt dazu systematisch auf 264 Seiten alle wichtigen Facetten dieses Themas von »A« wie Ausbildung bis »Z« wie Zutrittskontrolle. Autoren/innen sind 13 hochrangige deutsche Sicherheitsexperten, die sich seit vielen Jahren in der Branche in unterschiedlichen Feldern engagieren und die ich meist persönlich durch Veröffentlichungen und Vorträge kenne und schätze.
Mein Fazit: Eine lesenswerte Fachpublikation zu moderner Unternehmenssicherheit - analytisch, informativ und kompetent.
Dipl.-Verw. Heiner Jerofsky, Kriminalrat a.D.,
ehemaliger Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Polizeipräsidium Südhessen, Sicherheitsberater, wissenschaftlicher Schriftleiter der Fachzeitschrift GIT SICHERHEIT+MANAGEMENT, Dozent, Fachjournalist, Fachbuchautor, Vorsitzender der IHK-Prüfungskommission »Meister für Schutz und Sicherheit« und »Fachkraft für Schutz und Sicherheit« bei der IHK Frankfurt am Main, Mitglied im Aufgabenerstellungsausschuss des DIHK Bonn und des Landesfachausschusses für bundeseinheitliche Prüfungsaufgaben.
Eine moderne Industriegesellschaft zeichnet sich durch eine hoch spezialisierte, arbeitsteilige und vernetzte Wirtschaft aus. Um die Risiken einer kostenträchtigen Unterbrechung von Produktion und Dienstleistungserstellung zu minimieren, sind vielfältige Maßnahmen zur Gefahrenabwehr notwendig.
Seit über einem Jahrhundert schützen sich Wirtschaft, Bürger und auch der Staat im Rahmen eigener Vorsorge gegen unterschiedlichste Risiken und bedienen sich dabei privater Wach- und Sicherheitsunternehmen. Dieser Trend hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Industrie, Kreditinstitute, Handel, Verkehrs- und Dienstleistungsunternehmen konzentrieren sich auf ihre Kernaufgaben und vergeben Tätigkeiten, die nicht mit der eigentlichen Wertschöpfung zusammenhängen, an spezialisierte Dienstleistungsunternehmen.
Die Fremdvergabe von Sicherheitsdienstleistungen ist der entscheidende Faktor für die starke Zunahme von Umsatz und Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienste. Sie sind ein wichtiger Wirtschafts- und Sicherheitsfaktor geworden. Dabei stammen 75 Prozent der Aufträge von der gewerblichen Wirtschaft, der staatliche Anteil an den Gesamtumsätzen des Gewerbes liegt heute bei etwa einem Viertel. Quantitativ unbedeutend und statistisch kaum messbar sind Privatpersonen als Auftraggeber.
Das Gewerbe hat sich europaweit von der ursprünglichen Wach- und Schließgesellschaft zu einem umfassenden Allround-Sicherheitsdienstleister mit »Generalfunktion zur Risikominimierung« entwickelt. Der Wert zu bewachender Objekte, das Anspruchsniveau der Auftraggeber, die immer komplexer werdende Rechtsordnung, die eingesetzte Technik, aber auch die großen Herausforderungen durch die gestiegenen Risiken haben die Anforderungen an die Sicherheitsdienstleiter und ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kontinuierlich erhöht.
Das hatte u. a. zur Folge, dass ein verstärktes Augenmerk auf die Ausbildung der im Sicherheitsgewerbe tätigen Mitarbeiter gerichtet wurde. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurden neue Aus- und Weiterbildungsangebote erforderlich. Dieser Umstand wurde berücksichtigt und spiegelt sich in der Schwerpunktsetzung des Jahrbuches wider; ein großer Teil der Beiträge beschäftigt sich mit dem wichtigen und aktuellen Thema »Aus- und Weiterbildung im Sicherheitsgewerbe«.
Schon recht früh hat der heute zu Wolters Kluwer Deutschland gehörende Carl Heymanns Verlag in Köln die Bedeutung der Wach- und Sicherheitsunternehmen erkannt. Im Jahr 1999 ist erstmals das Unternehmenshandbuch Wach- und Sicherheitsgewerbe erschienen. Einen besonderen Namen in Politik und Wissenschaft hat sich der Carl Heymanns Verlag durch die Reihe »Recht des Sicherheitsgewerbe« gemacht, die von Prof. Dr. jur. Dr. hc. mult. Rolf Stober herausgegeben wird.
Mit dem neuen Jahrbuch Unternehmenssicherheit baut Wolters Kluwer Deutschland auf der erworbenen Kompetenz auf und betritt zugleich Neuland. Die Beiträge zur Luftsicherheit, Technik, Ausbildung, neuen Sicherheitsprodukten und -märkten sind von ausgewiesen Kennern der Branche verfasst. Das Jahrbuch Unternehmenssicherheit füllt eine Lücke. Es informiert seriös und kompetent über aktuelle Herausforderungen im Bereich der Unternehmenssicherheit. Das Jahrbuch wird künftig einmal im Jahr erscheinen und wird den Sicherheitsabteilungen der Unternehmen, den Sicherheitsdienstleistern, aber auch Politik, Wissenschaft, Industrie- und Handelskammern und Verbänden wichtige Informationen liefern.
Bad Homburg, im November 2009
